Freitag, 7. April 2017

Rezension zu Medici-Die Macht des Geldes von Matteo Strukul

Enttäuschend!
 
Bildergebnis für medici matteo strukul

Inhalt vom Buchrücken:

Florenz im Februar 1429: Als der Bankier Giovanni de‘ Medici stirbt, hinterlässt er ein enormes Vermögen und ein hervorragend funktionierendes Netzwerk. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo sollen gemeinsam die Leitung von Familie und Geschäft übernehmen. „Politisch nüchtern, im eigenen Leben maßvoll zurückhaltend, aber entschlossen im Handeln“ – das sind die fundamentalen Verhaltensregeln, die Giovanni seinen Söhnen sterbend aufträgt. Doch so einfach lässt sich sein letzter Wunsch nicht erfüllen, denn Giovanni hatte mächtige Feinde. Vor allem der verschlagene und blutrünstige Rinaldo degli Albizzi kennt nur ein Ziel: die Vorherrschaft in Florenz zu übernehmen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht ...

Meine Meinung:

Die Medici! Sind eine ganz besondere Familie. Ich habe schon ein paar Bücher über sie gelesen und besonders konnten mich damals die Medici-Chroniken von Rainer M. Schröder begeistern, weshalb ich schon sehr gespannt auf dieses Buch war, doch es hat mich maßlos enttäuscht.
Da ich es im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks gelesen habe, weiß ich, dass es den anderen auch so erging.

Die Geschichte erzählt ziemlich trocken, wie eine Art Dokumentation das Leben der beiden Medici-Brüder und begleitet uns durch die Jahre und ihre verschiedenen Lebensstationen, angefangen beim Tod des Oberhauptes Giovanni, bis zur Intrige in Florenz, Kriege, die verhindert werden wollen, Geld, dass von hier nach da wandert, wie die Brüder nach Venedig verbannt werden und sich ihren Platz zurück kämpfen.
Das alles hätte meiner Meinung nach viel besser ausgeschmückt werden können, doch Cosimo und Lorenzo bleiben für mich bis zur letzten Seite blass und farblos. Ich hatte gehofft, sie besser kennenlernen zu können, doch dazu war ihr Handeln zu rational und zu kurz.
Dabei hätte man so viel aus ihnen herausholen können!
Am  Anfang gab es einen Bau des Palazzos, der plötzlich gar nicht mehr in der Geschichte auftaucht, es gibt einen Maskenball und Morde, die alle einzeln ganz wunderbar geschrieben sind und auch für Spannung sorgen - jedoch nur für ein paar Augenblicke und dann ist der Zauber auch schon wieder vorbei. Das fand ich wirklich schade!
Ich habe gemerkt, dass der Autor mehr Potenzial hätte ausschöpfen können. Er kann ganz wunderbar schreiben und Spannung aufbauen, doch er hat es nicht voll durchgezogen und auch gar nicht auf die Medici abgesehen.

Ich hatte den Eindruck sie dienten mehr zur Rahmenausfüllung.
Denn sie wahren Helden in dieser Geschichte sind Reinhard Schwartz, ein deutscher Soldat und Laura, eine Prostituierte, Giftmischerin, Heilerin, Wahrsagerin, Geliebte und alles was sie sein muss, um zu überleben.
Diese beiden haben eine ganz besondere Liebesgeschichte, die sie verbindet. Es ist ein bisschen wirr und ja auch abartig und unsagbar traurig, aber sie ist flammend und aufregend und ich bewundere diese beiden Geschöpfe sehr. Sie sprühten vor Farben und Leben, ich konnte in ihre Köpfe reingucken und ihre Handlungen nachvollziehen, und ihre Gefühle verstehen. Ich habe sehr gern die Seiten über diese beiden und ihr Schicksal gelesen. Diese beiden Protagonisten waren alles, was die Medici-Brüder nicht sind!

Das Ende war dramatisch und endet mit einem kleinem Cliffhanger, welcher mir sehr gut gefallen hat. Ansonsten waren für mich ein paar zusammenhanglose Szenen und Morde dabei, die ich so aus der Luft herausgegriffen fand.

Dennoch werde ich die Trilogie nicht fortsetzen.

Fazit:

Ich bin wirklich enttäuscht. Über die Medici erfährt man zwar einen Teil ihrer Geschichte, doch es liest sich mehr wie eine Dokumentation, eine Abhandlung von Zahlen und Fakten aus einer Zeitschrift. Laura und Reinhardt haben mir am besten gefallen und wurden für mich zu den eigentlichen Hauptfiguren der Geschichte, allerdings haben sie in der wahren Vergangenheit nichts mit den Medici zu schaffen.

2 Sterne

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