Sonntag, 29. Mai 2016

Rezension zu Die Nightingale Schwestern - Freundinnen fürs Leben

Einfach total schön! Das wird meine neue Lieblingsreihe!
 

Inhalt vom Buchrücken:

London, 1934. Das berühmte Nightingale Hospital sucht neue Krankenschwestern. Unter den Kandidatinnen sind drei junge Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Dora aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist Millie eine waschechte Aristokratin, die lieber etwas Sinnvolles tut, als sich einen Ehemann zu suchen. Helen dagegen leidet unter ihrer dominanten Mutter, vor der sie ein Geheimnis verbirgt. Doch welche von ihnen hat das Zeug dazu, eine echte Nightingale-Schwester zu werden?

  
 
 

Meine Meinung:

Da ich seit einem Jahr im Krankenhaus arbeite und Medizin studieren möchte - und sollte es mal wieder nicht klappen, eine Ausbildung zur Krankenschwester oder Medizinischen Fachangestellten mache, habe ich einen sehr persönlichen Bezug zu dieser Thematik.
Ich lese sehr gern historische Romane - und nun gibt es solche auch noch in Verbindung mit Krankenhäusern, Schwesternpflichten und Patienten - das konnte mich nur begeistern! Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch gehört nun zu meinen liebsten Büchern du ich freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzungsbände!

Es geht um die drei Schülerinnen Dora, Helen und Millie. Sie starten in ihrem ersten Ausbildungsjahr am Nightingales Hospital in London.
Die Zeit 1934 wird ganz wunderbar beschrieben.
Während Dora aus ärmlichen Verhältnissen kommt, einer Arbeiterfamilie, sehr viele Geschwister hat und schwere Arbeit gewöhnt ist, stammt Millie, Lady Amelia, als Grafentochter aus noblem Hause.
Die Grenzen zwischen Arm und Reich sind in dieser Zeit noch sehr präsent, aber auch die medizinische Entwicklung, sowie die Sitten und Moral der Gesellschaft.

Dora hat krauses rotes Haar, etwas füllig und nicht wirklich als hübsch zu bezeichnen möchte raus aus ihrer Familie kommen. Zwar liebt sie ihre Geschwister über alles, aber sie hat auch einen Traum. Als Krankenschwester sieht sie ihre Chance ihrem altem Leben zu entkommen. Doch das fehlende Geld macht ihr arg zu schaffen, aber auch ein wesentlicher Vergangensheitspart scheint sie immer wieder einzuholen.
Mit ihr erlebten wir eine Reise ins ärmliche London, sahen ehrgeizige Geschöpfe, aber wurden auch mit Themen wie Vergewaltigung, Hunger, Leid und Trinksucht konfrontiert.

Helen ist langes schwarzes Haar und ist sehr pflichtbewusst. Schnell und zügig erledigt sie ihre Aufgaben, meidet Partys und lernt lieber in aller Stille. Keiner möchte etwas mit ihr zu tun haben. Sie versucht Trost bei ihren Patienten zu finden und irgendwie so gut es geht ihr Leben zwischen Schichten, dem Pflichtgefühl ihrer sehr strengen tyrannischen Mutter gegenüber und ihre selbstbestimmtes Leben für sich selbst, zu balancieren.
Ich mochte sie von allen am liebsten. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen.

Millies Großmutter möchte ihre Enkelin schnell verheiratet sehen. Am besten an einen Lord. Doch Millie hat keine Lust auf die Langweiler und aufgeblasenen Gockel. Sie hält nichts viel von den Bällen und möchte auf eigenen Beinen stehen. So stellt sie sich dem rauen Alltag zwischen Bettpfannen leeren, Bettlaken neu beziehen und ständig kurz vor dem Rauswurf zu stehen.
 Sie hat ein Händchen dafür in ein Fettnäpfchen nach dem andere zu treten. Sie ist wild, quirlig und lebensfroh. Sie lässt sich nicht unterkriegen und pfeift auf die Meinung anderer.

Sie alle müssen ihr Leben unter den wachsamen Blicken der Oberin und Stationsschwestern meistern.. Sie schuften sich ab, lernen Anatomie und scherzen auch mal mit den Patienten, wo auch da hin und wieder, ein paar liebenswerte Charaktere herausrücken.

Ich habe es sehr genossen. Ich mag es in alte Welten einzutauchen, wo noch förmlich zum Tee eingeladen wird, auf der anderen Seite hat sich aber auch gar nicht so viel im Krankenhaus zu heutigen Zeiten geändert. Ich fühle ich mich einfach zwischen den Seiten wohl, weil es anfühlt, als sei es mein Zuhause.

Die Spannung ist durchweg vorhanden. Zwar konnte ich mir so manches schon denken, aber als dann der Gipfel der Höhepunkt erreicht war, wollte ich einfach so schnell wie möglich zur Lösung kommen. Die Intrigantinnen in der Geschichte lauerten hinter jeder Ecke, bereit zuzuschlagen.

Der Schreibstil hat mich in verschiedenen Welten entführt. Die Autorin hat es geschafft drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten ihren Weg finden zu lassen. Sie alle haben ihren eigenen Charakter, ihre eigenen Stärken und Schwächen. Sie sind Individuen und doch hängen ihre Schicksale zusammen.

Fazit:

Die Nightingale Schwestern- Freundinnen fürs Leben konnte mich einfach nur begeistern!


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