Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension zu Küss mich unterm Nordlicht von Joanna Wolfe

Mal ein ganz anderes Thema...
 

Inhalt vom Buchrücken:

Seit dem Tod ihrer Mutter betreibt die achtzehnjährige Jenny mit ihrem Vater eine Lodge in Alaska und hilft bei der Husky-Zucht. Sie will unbedingt in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und an dem legendären Iditarod-Hundeschlittenrennen teilnehmen. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Mike, der in der Lodge zu Gast ist, unternimmt sie Touren durch Schnee und Eis, aber sie geraten in große Gefahr, als sie militanten Umweltschützern in die Quere kommen


Meine Meinung:

Ich finde den Titel und das Cover einfach wunderschön und versprach mir eine romantische Liebesgeschichte in einer verschneiten Landschaft, Küsse unterm Schneeflockenhimmel, tolle Nordlichterszenen und natürlich mal etwas ganz neues: Huskyschlittenrennen. Ich möchte das unbedingt auch mal machen auf so einem Schlitten sitzen und durch die Trails düsen.

Leider ist es nicht ganz so wie erwartet. Die Romantik fehlte mir ein bisschen. Dennoch bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Die Autorin kennt sich bestens in der Mattiere aus. Ich lernte viel über das Iditahod-Rennen, über die Huskys, die Landschaft und eisige Kultur in Alaska und auch sprach die Autorin aktuelle Umweltprobleme in diesen Gebieten an.

Jenny ist ein sehr rationaler Charakter. Zwar hat sie ihre Mutter durch einen Autounfall verloren, aber so richtig dran zu knabbern hat sie nicht. Sie lebt für ihre Huskys, liebt ihren Leithund Ruby und geht völlig im Hundeschlittenrennen auf. Sie braucht keine großartigen Freunde in ihrem Leben. Ihre einzige Freundin Karen trifft sie manchmal in der Stadt, ansonsten hält sie Jungs auf Abstand und trinkt gern Kakao.

Auf nahezu jeder Seite wird von heißem Kakao gesprochen. Entweder sie sprechen davon, ihn zu trinken, oder sie bereiten den Kakao zu, oder sie trinken ihn, oder sie denken darüber nach, wie gut er geschmeckt hat. Ich kann das wirklich nur humorvoll sehen und darüber lachen. Ich sollte das Wort Kakao wirklich mal in diesem Buch zählen. es ist einfach nur witzig was für eine große Rolle er spielt. Das zweithäufigste Wort war Apfelkuchen. Den gab es nämlich immer dazu. Vielleicht auch Sandwishes. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Autorin neben den Ausflügen in die Wildnis nicht nur das Picknicken beschrieben hätte, sondern auch mehr die Gefühle zwischen Jenny und Mike.
Jenny ist herzlos und behandelt alle Menschen um sich herum, wie ihre Hunde. Das finde ich gar nicht mal so schlimm, weil es realistisch ist und viele Hundezüchter - Trainer einfach auf diesem Ich-rede-mit-einem-Hund Modus sind und so lobt sie auch Mike, wenn er etwas gut macht, rügt ihn, wenn nicht und ist zufrieden mit ihm, bei der und der Handlung. Aber Gefühle? Eigentlich hält sie ihn für einen arroganten Schnösel aus Los Angeles, der nur angibt und nichts zustande bringt.
Ich fand sie auch relativ altklug und weit für ihr Alter. Manchmal hätte die Story besser gepasst, wenn Jenny schon Mitte 20 gewesen wäre.

Mike haut ziemlich dumme Sprüche raus. Ich fand ihn ganz schön überheblich, aber seine Kommentare haben nicht zu seinem Wesen gepasst, weil es das ganze Machogehabe wirklich nur schauspielert. In Wahrheit ist er sehr sensibel und ängstlich und das wiederum fand ich auch komisch. Er ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Die Idee eine Liebesgeschichte in Alaska zu schreiben, finde ich wirklich toll. Und auch die Rahmenhandlung mit den Huskys und Umweltschützern gar nicht mal so schlecht. Zwischendrin wurde es sogar richtig spannend, wenn es Explosionen gab oder Ruby vergiftet wurde, aber es fehlte einfach der Funken.

Fazit:

Küss mich unterm Nordlicht ist keine Liebesgeschichte, sondern eine Jugendstory über Huskyschlittenrennen, die Schönheit Alaskas und die heutigen Umweltprobleme schön verpackt.

Kommentare:

  1. Hey Fiorella,
    tolle Rezi, die nicht zu viel verrät, aber klar macht, dass was anderes drinsteckt als der Klappentext voraussagt. Und genau das ist auch der Punkt. Ja die Liebe geht völlig unter. Aber über Alaska erfährt man wirklich viel. Da muss man wissen, ob einem das gefällt.

    Liebste Grüße,
    Liss ♥

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  2. Huhu meine liebe

    Puuh hast du gerade Ferien, dass du dieses Buch schon gelesen hast??

    Schade, dass dir das Buch nicht wirklich begeistern konnte! Ich hoffe, dass du trotz allem Spass am lesen hattest :)

    Wenn ich so deine Rezension lese bekomme ich gleich einmal lust auf heissen Kakao ^^

    Liebste Grüsse
    Denise

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    1. Ferien habe ich leide rnicht. ich muss arbeiten aber ich bin ziemlich schnell durch das Buch gerutscht und ein gites hatte es auf eden Fall! Ich hab mir auch einen Kakao gemacht :-)

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