Donnerstag, 29. Mai 2014

Rezension zu Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levitan


Das Buch hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Es wurde von allen Seiten hoch gelobt, aber daher ging ich auch mit großen Erwartungen ran, aber schon während des Lesens merkte ich, dass mir der große WOW - Moment fehlte.
 
 
 

Inhalt auf dem Buchrücken:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte. Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein? Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meine Meinung:
Das Thema ist super, keine Frage.
Und die Erzählungen von unterschiedlichen Familien fand ich genial, zeitweilig dachte ich sogar, dass Herr Levitan selbst so etwas mal erlebt hat.
Er entführt uns mit diesem Buch in die unterschiedlichsten Familien. Eltern als Schlägertypen, Drogenabhängige, strenge Eltern, Helicoptereltern....er zeigt verschiedene Probleme auf, Freundschaft, Mobbing, Homosexualität.
Ein sehr einfühlsames, tiefgründiges Buch.

Erster Satz:
Ich werde wach.

Letzter Satz:
Zum ersten Mal in meinem Leben, gehe ich meinen eigenen Weg.

Es ist kein großer Actionroman, auch keine Lovestory, wie ich erwartet hatte. Es plätschert stellenweise einfach nur vor sich hin, erzählt uns von anderen Leben, lässt uns fremde Gedanken lesen.
Das ist nicht schlecht. Ganz im Gegenteil, ich finde das auch zur Abwechslung mal sehr gut.
Aber ich denke, es wäre mehr herauszuholen gewesen.
Rhiannon fand ich von Anfang an unsympathisch. Ich weiß auch nicht mal so genau warum, aber bis zum Schluss konnte ich sie nicht für mich einnehmen. Auf der einen Seite ist sie ein kleines Mädchen, dass kuscht, wenn der Freund Hui macht, aber bei A wacht sie auf, schreit ihn an.
Sie weiß nicht so recht, was sie will. Für mich war sie wie ein kleines trotziges Kind.

Seite 149:
Es ist bloß eine Ahnung - die leiseste Ahnung- davon, wie es wäre, jeden Morgen am selben Ort aufzuwachen.
Ich darf nicht daran festhalten.

A dagegen war für mich ein erwachsener Mann. Ihn fand ich sehr gut herausgearbeitet. Zwischenzeitlich sprach aus ihm viel Naivität, aber angesichts der Umstände, sollte es ihm erlaubt sein, einmal im Wunschdenken zu leben, etwas zu wollen und auf etwas zu Hoffen, was er nie haben wird. Das ist nur menschlich und macht vor allem ihn als eine Person, die niemals wahrgenommen wird, die niemals wirklich existiert doch real und zu einer echten emotionalen Person mit Gefühlen.
David Levithan schafft es A, einen unsichtbaren Haut und Haar zu verleihen. Das fand ich wirklich super und vielleicht gerade deshalb, weil er sich so auf seinen Hauptprotagonisten konzentriert hat, erscheinen mir die anderen Charaktere eher durchsichtig.

Seite 113:
In Naturwissenschaften wird sie abgefragt. Ich mache meinerseits eine Abfrage und stelle fest, dass ich mehr über das Thema weiß als Margaret. Ein Glückstag für sie.

Und dann gibt es da noch einen speziellen Kandidat. Der war eine Überraschung! Und eigentlich trägt er auch dazu bei, dass das Ende zwar ein Ende ist, aber doch noch recht offen und viele weitere Vermutungen und Hoffnungen auf eine Fortsetzung zulässt.
Er schreibt in kurzen, prägnanten Sätzen, klar und definiert. Teils kam mir das Lesen dadurch etwas abgekackt vor, aber das könnte auch an unserer deutschen Sprache liegen, also dass es im Original anders rüberkommt.

Seite 77:
Die Beständigkeit der Liebe betrachten die Menschen als ebenso selbstverständlich wie die Beständigkeit ihres Körpers.

Insgesamt vergebe ich 3 Genießer. Ein gutes Buch, dass stellenweise durch kluge Schachzüge überzeugt, aber aus dem mehr Potenzial hätte geschöpft werden können.



Das finde ich aber nun spitze: Zusätzliche Kapitel aus As früherem Leben. Also für alle, die es noch nicht kennen auch eine Leseprobe :)
Und zwar mit einem *Klick*

<3 Fiorella

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